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Fehlersuche bei Negativen

Ein gutes Negativ soll durchgezeichnete Schatten und nicht zu stark gedeckte Lichter aufweisen.


- "Schatten" sind die hellen Stellen auf dem Negativ (= die DUNKLEN Stellen des Motivs),
- "Lichter" sind die dunklen Negativpartien (= die HELLEN Stellen des Motivs).

Die korrekte Belichtung / Entwicklung erkennt man auf dem Negativ an den dunklen Stellen des Negatives.

Bei einem korrekt belichteten Negativ sind die dunklen Partien gut gedeckt und weisen gerade noch etwas Zeichnung auf. Die Spitzlichter (Sonne, Lampen..) erreichen nahezu Maximaldichte.
Bei Überbelichtung sind die dunklen Stellen stark gedeckt, bei Unterbelichtung sind die dunklen Stellen glasig, durchsichtig und zeigen wenig bis keine Strukturen.

Bei Unterentwicklung sind die dunklen Partien nur schwach gedeckt und haben noch sehr viel Zeichnung. Die Spitzlichter liegen deutlich unterhalb der Maximaldichte. Das Negativ wirkt kontrastlos.
Bei Überentwicklung sind die dunklen Stellen zu stark gedeckt und es sind kaum Unterschiede zu den Spitzlichtern zu erkennen.

Grundsätzlich gilt: Die Negativ-Verarbeitung ist dann korrekt, wenn der Großteil aller Bilder auf einem Vergrößerungspapier mittlerer Gradation verarbeitet werden kann, und diese Vergrößerung allgemein gefällt.




 
oben links:
richtige Belichtung
richtige Entwicklung
gute Schattenzeichnung
normal gedeckte Lichter

links:
unterbelichtet bei richtiger Entwicklung: die hellen Stellen auf dem Negativ sind glasig.
rechts:
überbelichtet bei richtiger Entwicklung: die hellen Stellen auf dem Negativ sind stark gedeckt


links:
unterentwickelt bei richtiger Belichtung: die dunklen Stellen des Negatives sind schwach gedeckt
rechts:
überentwickelt bei richtiger Belichtung: die dunklen Stellen des Negatives sind zu stark gedeckt



links:
unterbelichtet und überentwickelt: die dunklen Stellen des Negatives sind stark gedeckt, die hellen Stellen sind glasig.
mitte:
überbelichtet und unterentwickelt: dünn, flau, die dunklen Stellen des Negatives haben viel Zeichnung
rechts:
überbelichtet und überentwickelt: das Negativ ist generell sehr dicht und sehr kontrastreich

 
© 02.09.2010, Juergen Schilling