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Fragen aus der mündlichen Jägerprüfung in Bayern - Sachgebiet 6: Naturschutz, Land- und Waldbau, Wildschäden

1)

Ausgelegte Präparate:
   
Verjüngungspflanzen mit Terminal- bzw. Leittriebverbiss.

Verbiss durch Reh
Von Rehen und anderen Wiederkäuern verbissene Triebe erkennt man an den ausgefransten Bissstellen.
Die entstehen, weil Rehe nur im Unterkiefer Zähne besitzen. Mit diesen wird der Zweig, gegen eine knöcherne Platte im Oberkiefer gepresst.
Bei diesem Vorgang wird der Zweig mehr zermahlen und abgerissen als geschnitten.

Oft hat Leittriebverbiss zur Folge, dass die Pflanze als Ersatz zwei oder sogar mehrere Wipfeltriebe ausbildet. Dies bedeutet für den Baum einen erheblichen Wertverlust.
-> Rehe verbeißen, schälen aber nicht!
Pflanze mit mehrjährigem und oftmaligem Verbiss

Solche Pflanzen kommen überhaupt nicht mehr zum Wachsen.
Sie schauen mehr wie "Bonsai Bäume" aus, als wie ausgewachsene Bäume.
Sie können aber durchaus 30 oder mehr Jahre alt sein.

Sie sind wirtschaftlich nicht mehr verwertbar.
 
Sommerschälschäden an Fichte

Die feuchte Rinde wird in langen Streifen, flächig abgezogen

Schälen tun nur Rotwild und untergeordnet Muffel-, Dam-, Stein- und Sikawild.
 
Winterschälschäden an Fichte

Die harte, trockene Rinde wird mit den Zähnen abgeschabt.
Die Spuren der Zähne sind deutlich sichtbar.


Schälen tun nur Rotwild und untergeordnet Muffel-, Dam-, Stein- und Sikawild.
Verwachsener Schälschaden

Die Rinde rollt sich um den Schälschaden ein (Wundüberwallung)
Die Bäume wachsen zwar weiter, doch Pilze bleiben im Holz -  meist im wertvollen Stamm.
Solche Bäume lassen sich nur noch als Industrieholz verwerten, also für Spanplatten, Papierherstellung oder ähnliches.

Der Wertverlust ist entsprechend hoch.
Für gesundes Fichtenstammholz gibt es am Markt derzeit ~ 95 Euro pro Festmeter, für Industrieholz dagegen gerade mal ~30 Euro.
 
Fegeschäden / Schlagschäden

Rehböcke und Hirsche tragen ein Gehörn, das eine durchblutete Basthaut hat. Wenn diese ausgetrocknet ist, muss sie abgestreift werden. Zu diesem Zweck und beim Markieren ihres Reviers im Frühjahr reiben die Böcke ihr Gehörn an meist wenig beasteten und dünnen Pflanzenstämmen. Dabei nimmt die Rinde Schaden.


Die Rinde verbleibt in Streifen gerissen am Baum.
Rehböcke bevorzugen dünne Stämme mit einigen cm Durchmesser.
Hirsche verwenden auch armdicke Stangen.
Sind nicht alle Teile solcher Bäumchen zerstört und treiben tiefer liegende Zweige wieder aus.
Laubgehölz mit Hasenverbiss


Die Rinde von dickeren Ästen wird seitlich abgeschabt.
Die Tiere stehen ~ rechtwinklig zum Ast und nagen die Rinde ab.
Die Bissspuren der kleinen Zähne sind meist sichtbar.

Dünne Triebe sind schräg und glatt abgebissen, da Hasen im Ober
und Unterkiefer scharfe Zähne haben.

Ähnliche Verbissmuster hinterlassen auch Kaninchen, Eichhörnchen und Mäuse.
 
Fraßbilder von Borkenkäfern an einer Fichte  
Rückschaden

Bei der Holzernte wurden noch stehende Bäume beschädigt.
Je nach Form und Größe kann ein Rückschaden auch wie eine Schälschaden ausschauen - es fehlen aber die Spuren der Zähne.


 


 

 



 

2) Welche Schäden verursacht das Wild?
Rehwild: Verbiss und Fegeschäden
Rotwild: Verbiss-, Fege- und Schälschäden
Muffelwild: Verbiss- und Schälschäden
Schwarzwild: Schäden an Feldern, Umbruch von Wiesen
Fasan: Schäden an Feldern durch herauspicken von Samen
3) Welche Wildarten kommen vorrangig für Schäden im Maisfeld in Betracht?
Schwarzwild, Fasan, Kaninchen
4) Was kann man tun, um Schäden am Mais durch den Fasan zu verhindern?
- Beizen des Saatgutes mit Bitterstoffen
- Samen tiefer einpflanzen
5) Sie finden in einer Kultur Ende Mai eine junge Lärche, bei der in der Höhe zwischen 40 und 60cm die Rinde abgeschält ist. Welcher Schaden liegt vor?
Fegeschaden (liegt in der Prüfung vor: dünner Ast mit ca. 1,5 cm Durchmesser)
6) Was ist der Unterschied zwischen Sommer- und Winterschälschäden?
Winterschälschäden: die Rinde ist wie abgenagt oder einer Raspel abgefeilt. Es tritt kein Harz aus.
Sommerschälschäden: die Rinde ist in langen Streifen von unten nach oben abgezogen. Harz tritt aus.
(liegt in der Prüfung auf: beides Mal an einem Fichtenstamm, ca. 10-15 cm Durchmesser.
7) Warum sind Sommerschälschäden durch das Rotwild negativer als Winterschälschäden?
Weil in der Saftzeit lange, breite Rindenstreifen von unten nach oben abgezogen werden.
Weil mit Ausnahme von Laubbäumen Rotfäule entstehen kann. Auf trockenem Winterholz ist das nicht der so stark der Fall.
8) Was ist Rotfäule?
Rotfäule ist ein allgemeiner Begriff für Baumkrankheiten, bei denen sich das Holz des kranken Baumes rötlich verfärbt.
Verursacher ist der "Gemeine Wurzelschwamm" (Heterobasidion annosum)
Der "Gemeine Wurzelschwamm" gelangt in der Regel über die Wurzeln in den Baum. Stammwunden spielen für die Infektion nur eine untergeordnete Rolle.
Im Verlauf des Pilzbefalles, verfault der Baum von innen heraus. Die Anfälligkeit gegenüber Sturm- und Schneebruch wird erhöht.
Wirtschaftlich ist das Holz solcher Bäume, nur noch sehr eingeschränkt nutzbar.
Befallen werden neben der Fichte auch Kiefern, Lärchen, Tannen und die Douglasie.
Laubbäume werden nicht befallen.
 

Rotfäule

Von innen heraus verfaulter Stamm

Rotfäule


Rotfäule

Gemeiner Wurzelschwamm
 
8a) Welcher Folgeschaden entsteht durch das Schälen?
-
Wenn die Rinde rund herum abgefressen wird, stirbt der Baum.
- Verletzungen der Rinde ziehen eine Infektionen durch Fäulepilze nach sich, egal ob es sich um Schälschäden oder andere Ursachen handelt.
  Die Fäule breitet sich von der Wunde rasch aus und kann innerhalb von 4 bis 10 Jahren das gesamte Erdbloch (unterster Stammabschnitt  bis 4 m Länge) erfassen.

  Die Anfälligkeit gegenüber Sturm- und Schneebruch erhöht.
9) Welche Bäume werden nicht von der Rotfäule befallen?
Alle Laubbäume
10) Wie unterscheidet sich der Hasenverbiss vom Rehwildverbiss?
Hasenverbiss ist glatt, wie mit einem Messer abgeschnitten.
Rehwild ist abgerupft, faserig.
Es ist wichtig den Unterschied zu kennen. Für Rehwild ist der Revierpächter wildschadenersatzpflichtig,
Für den Hasenschaden nicht.
11) Wie kann man Verbißschäden in einer Verjüngung verhindern?
- Bejagung.
- Einsprühen der Treibe mit chemischen Mitteln
- Einzäunen der Verbißfläche
- Mechanischer Schutz durch Plastikklemme auf der Spitze (Terminaltrieb)


 Verbissschutz durch Plastikklemme             Verbissschutz durch Plastikklemme auf Terminaltrieb

12) Also es wird verstärkt bejagt. Wo findet diese Bejagung statt?
Immer dort wo der Verbiss vorkommt. Wenn im Wald verbissen wird, sollte nicht auf der angrenzenden Wiese gejagt werden,
da man damit das Wild nur wieder in den Walddrücken würde.
13) Eine Bache mit Frischlingen richtet im Weizenfeld Schaden an. Wo erlegt man sie?
Einen der Frischlinge erlegen, dann meiden die Bachen in Zukunft diesen Platz.
14) Wie nennt man die verstärkte Bejagung in einem bestimmten Gebiet?
Schwerpunktbejagung.
15) Was an den Bäumen wird bevorzugt verbissen?
Terminaltrieb
16) Was sind Weiserbäume?
Baumarten die bevorzugt verbissen werden und somit die Höhe des Wildbestandes anzeigen.
17) Welche Baumarten sind Weiserbäume?
Laub: Eiche, Ahorn, Buche
Nadel: Tanne, Douglasie, Lärche
18) Aus welcher Verjüngungsart werden Bäume bevorzugt verbissen?
Bei Kunstverjüngung bei denen Pflanzen aus Baumschulen verwendet werden.
19) Warum werden Kunstverjüngungen mit Sicherheit verbissen?
Aufgrund der Düngung während der Aufzuchtszeit werden Bäume, die aus Baumschulen stammen mit Sicherheit verbissen.
Die durch Düngung in den Pflanzen enthaltenen  Salze schmecken dem Wild besonders - so wie uns gesalzene Erdnüsse, ...
Daher sollten solche Pflanzen entweder eingezäunt oder durch Einzelschutzmaßnamen geschützt werden.
20) Welche Folgeschäden entstehen?
Zwieselbildung -also Bäume mit mehreren Spitzen.
Der Baum wächst so nicht mehr in die Höhe, sondern nur noch in die Breite.
21) Welche Verbissgehölze gibt es?
Weiden, Vogelbeere, Wolliger Schneeball, Ginster, Wildobst, Himbeere, Brombeere, Schlehe, Weißdorn, Liguster, ..
22) Welche Pflanze bietet auch im Winter Grünäsung?
Brombeere
23) Wie kann man Verbißschäden verhindern?
- Äsungsverbesserung (Anlage von Wildäckern)
- Bejagung
- Einstreichen der Terminaltriebe mit chemischen Mitteln
- Umwickelnder Terminalbetriebe mit Schafwolle
- Einzäunung von Jungkulturen
24) Wie kann man Schäden von Schwarzwild in den Feldern verhindern?
- Bestand klein halten (leichter gesagt als getan)

- Einsatz von Elektrozäunen
  Funktioniert gut. Der Aufwand für Geräte, Zaun und Aufbau und die unverzichtbare, regelmäßige Kontrolle ist sehr hoch.
 
  Hochspannungsgenerator

- Akustische Abschreckgeräte wie Knallapparate die mit Gas oder Platzpatronen betrieben werden, Sirenen oder Radios sich periodisch ein und ausschalten,...

- Optische Abschreckgeräte wie Blinklampen, Aluminiumstreifen und Katzenaugen.

- Chemische Abwehrmittel mit Duftstoffen, die die Schweine nicht mögen
  .
  

- Ablenkfütterung mit Mais und Knollenfrüchten (nicht so gut!)
25) Sollte an einer Ablenkfütterung Schwarzwild erlegt werden?
Nein. Durch das Erlegen vom Schwarzwild an der Ablenkfütterung würde man erreichen,
daß die Tiere diesen Platz meiden und wieder in die Felder gehen.
-> Futter an der Ablenkfütterung + Futter im Feld = viele Frischlinge
26) Welche anderen Tiere können außer dem Wild noch Schäden anrichten?
Mäuse, Schafe, Weidevieh
27) Was versteht man unter Hege?
Unter Hege versteht man die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Gegebenheiten angepassten, artenreichen und
gesunden Wildbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen.
28) Welche Arten von Hege kennen Sie?
Hege mit der Büchse = Abschußplan
Hege mit dem Futtersack
29) Was können Sie für den Niederwildbestand tun?
Biotopgestaltung:
Anlegen von Hecken
Anlage von Fütterungen (Fasanenschüttungen)
Ackerrandstreifen beibehalten
Raubwild kurz halten
30) Welche Landschaft ist für eine erfolgreiche Hasenhege von Vorteil?
Abwechslungsreiche Feldfläche mit vielen Hecken und Feldböschungen.
31) Welche Wirkung hat der Einsatz von Herbiziden auf Getreidefeldern für den Rebhuhnbesatz?
Ihn wir die Nahrungsgrundlage entzogen.
Sie leben überwiegend von Sämereien, Wildkräutern und Getreidekörnern
32) Welche Maßnahmen sind für eine erfolgreiche Rebhuhnhege von Vorteil?
Das Nichtspritzen von Ackerrandstreifen und das Neuanlegen von Hecken in der offenen Feldflur
33) Wo und wie werden für Rebhühner Fütterungen (Schütten) angelegt?
Da wo Rebhühner vorkommen.
Die Rebhühner ziehen nie von sich aus zu den Fütterungen.
Das heißt, auf dem freien Feld werden am besten mobile Schütten aufgestellt, unter die man das Futter geben kann.
In der Nähe sollte sich eine niedrige Deckung befinden, in der die Rebhuhnkette bei herannahenden
Greifvögeln (wie Habicht, Mäusebusshard, Sperberweibchen) fliehen kann.
Im Umkreis von ca. 100 m sollten sich keine hohen Bäume befinden.
34) Was sollte man immer zusätzlich zur Fütterung für Rebhühner noch anlegen?
Sandplatz zum Hudern – ist für die Gefiederreinigung.
35) Was sind die Grundlage für die Fasanenhege?
Die 5 W's: Wald, Wasser, Wiese, Weizen, Wurzeln
36) Wo nehmen Enten am besten Körnerfutter und Eicheln auf?
Im Flachwasserbereich
37) Welche Hegemaßnahmen kann man für die Stockente ergreifen?
Anlage von Futterinseln
Anbringen von Nisthilfen wie Brutkörben
Die Pfähle auf denen die Brutkörbe stehen, sollten mit Blech ummantelt sein, um zu verhindern, daß z.B. Wasserratten an die Brutkörbe kommen.
38) Was sind Remisen?
Remisen sind Rückzugsgebiete.
Konkret sollen es Hecken sein, die dem Federwild auf dem freien Feld Deckung bieten.
Die Hecken sollen relativ dicht und dornig sein.
39) Wie und wo legt man eine Rehwildfütterung an?
- Im Stangenwald. Der Platz sollte trocken und hell sein.
- Sie sollte zur Bestückung mit Futter gut erreichbar sein.
- Es sollen mehrere Tröge vorhanden sein, damit die Geis und das Kitz gleichzeitig äsen können.
- Eine Raufe für Rauhfutter soll auch da sein.
- Die Futterstelle muß so beschaffen sein, das das Rehwild rundum sichern kann.
- Eine Salzlecke sollte nicht an der Fütterung stehen. Damit soll verhindert werden, daß die Kitze verstärkt lecken, während die Geis noch äst.

Rehwildfütterung
40) Für welche Wildarten kann welches Futter verwendet werden?
Schalenwild:
Saftfutter: Trester, Maissilage, Futterrüben, Obstschnitzel
Kraftfutter: Pellets, Kastanie, Eicheln, Mais, Hafer
Rauhfutter: Heu
Hasen: Obstbaumzweige, Proßholzzweige, Kleeheu, Rüben, Kohl, Maiskolben, Gemüseabfälle
Wildenten: Gerste, Mais, Eicheln, gekochte Kartoffeln
Fasan: Gerste, Mais, Eicheln, Druschabfälle*, Vogelbeeren, Rosinen, Markstammkohl
Rebhuhn: Nassfutter: durchgeschnittene Rüben, Kartoffeln, Kohl, jegliche Grünäsung
Trockenfutter: Unkrautsamen aus dem Heubodenbelag, Druschabfälle*, Getreide

* Druschabfall. Besteht meist aus Samen von Gräsern und Wildkräutern, die als Grundstoff für die Fütterung des Federwildes dienen.
41) Welche Arten von Salzlecken gibt es?
Stangensulze:
Wird auf einem Baumstamm angelegt so, daß das Tier den Leckstein nicht direkt erreicht.
Es steht nur das Salz zu Verfügung, das der Regen aus dem Leckstein herauslöst und am Stamm entlang herunter läuft.
Die Rinde sollte geschält sein, um das Wild nicht zum Schälen zu animieren

  Stangensulze

Lehmsulze:
In Niederwildrevieren, wo man außer den Rehen auch den Hasen und Tauben etwas Gutes zukommen lassen will, hat sich die altbekannte Lehmsulze besonders bewährt.
Zu diesem Zweck werden Holzkisten (40 x 80 x 80 cm) ebenerdig eingegraben und wechselweise mit einer fünf Zentimeter dicken Schicht aus fettem Lehm oder Ton und
einer ein Zentimeter starken Lage Kochsalz unter ständigem Stampfen bis zum Rand gefüllt.
In der Nähe der Tränken angelegt, können Lehmsulzen den Jagderfolg auf Ringeltauben wesentlich erhöhen.
Die Beschickung der Sulzen erfolgt im Spätwinter, etwa ab Mitte März. Das Salz steht alsdann den ganzen Sommer über zur Verfügung und
ist im Spätherbst meist verbraucht. Steine und loses Salz werden dann aber nicht mehr ersetzt.
Das ins Holz eingedrungene Mineral wird das Wild ohnehin noch längere Zeit beschäftigen.
Ein Nachteil ergibt sich durch ihren niedrigen Stand, sie werden sehr gerne und leicht vom Fuchs mit Losung beschmutzt.

Stocksulze:
Ist wie die Stangensulze, nur eben auf einem Baumstupf anhelegt.
Nachteile der Stangensulze: sie kann leicht verschmutzen und das Wild nimmt das Salz direkt auf, was zu Vergiftungen führen kann.
42) Was ist ein Kälberstall, ein Frischlingsrechen?
Kälberstall bei Rotwild ist ein eingezäunter Futterplatz für die Kälber. Die Einzäunung ist so gebaut, daß nur die Kälber an die Futterstelle gelangen.
So können sie in Ruhe äsen.
Frischlingsrechen ist ein nur für Frischlinge zugänglicher Bereich eine Fütterung.
43) Wozu dient ein Wildgatter?
Um durch das Rotwild verursachte Schäden in der Notzeit zu verhindern.
44) Wie soll ein Wintergatter beschaffen sein?
Die Größe richtet sich nach dem Wildbestand (ca. 5ha).
Es soll einige sonnige Lagen haben und sich abseits vom Touristenverkehr befinden.
Das Wintergatter muß mit einem PKW zur Futterversorgung gut erreichbar sein.
Es müssen vorhanden sein:
Vorratsstadel für Rauh- und Erhaltungsfutter
Mehrere Futterraufen
Evt ein Kälberstall (hier werden nur Jungtiere bedient)
Salzlecken

Das Wild wird im Herbst „hineingefüttert“ und im Frühjahr bei entsprechender Vegetation wieder entlassen.
45) Welche Arbeiten sind nach der Fütterungsperiode erforderlich?
- Reinigung der Futterkästen und Automaten
- Bereich um die Fütterung abkalken
- Futterreste und Losung beseitigen.
46) Was kann man – außer Fütterungen in der Notzeit – dem Wild noch als Äsungsfläche anbieten?
Anlage von Wildackern
47) Wie geht man bei der Anlage eines Wildackers vor?
Bodenprobe entnehmen um die Düngung festzustellen
Boden bearbeiten – von groß nach klein: pflügen, fräsen, eggen, einsähen, noch mal eggen
48) Wie soll ein Wildacker bepflanzt werden?
In der Größe unterschiedliche Bepflanzung, damit das Wild sowohl Äsung als auch Deckung hat.
Es sollen ein- und auch mehrjährige Pflanzen eingesät werden.
Einjährige:
Getreide, Raps, Markstammkohl, Futtererbsen, Bohnen, Sonnenblumen
Zweijährige: Wildstaudenroggen
Mehrjährige: Klee, Futtermalven, Topinambur, Lupinen
49) Was versteht man unter Zwischenfruchtbau?
Werden Pflanzen zwischen zwei Saaten ausgebracht nennt man das Zwischenfruchtanbau.
Der Zwischenfruchtbau verhindert das Austrocknen des Bodens im Sommer und Erosion bei starken Niederschlägen.
Die Pflanzen werden entweder als Futtermittel verwendet oder am Ende der Anbauperiode als Düngung in den Boden eingeackert.
50) Was bietet der Zwischenfruchtanbau dem Wild?
Deckung und Äsung
51) Wann wird Winterraps ausgesät und geerntet?
Die Aussaat erfolgt im Herbst, die Ernte im darauf folgenden Frühsommer.
52) Welche Pflanzen dienen zum Zwischenfruchtanbau?
Sommerzwischenfrüchte: Raps, Senf, Ölrettich, Felderbse, Ackerbohne, Sonnenblume, Wicken
Winterharte Zwischenfrüchte: Winterroggen, Markstammkohl, Winterraps, Winterrübsen
53) Nennen Sie einige Hackfrüchte:
Alle Rübenarten, Topinambur, Kartoffeln, Möhren
54) Nennen Sie einige Ölfrüchte:

     
Raps                              Rübsen                        Senf                                 Lein                                            Ölrettich              
55) Nennen Sie einige Hülsenfrüchte:

     
Felderbse                             Ackerbohne                           Wicken                                 Süßlupinie
56) Was bietet z.B.: Topinambur?
Deckung: ist eine bis zu 3m hohen Pflanze mit gelber Blühte,  etwa so wie eine Arnikablüte.
Äsung: Grünäsung die Blätter, die Knolle ist für Schwarzwild.


3 Meter hohe Topinaburpflanzen.                                                                            Topinamburblüten                                             Topinamburknollen                                        Topinamburschnaps
57) Dient Topinambur auch den Menschen?
Die Knolle kann wie eine Süßkartoffel verarbeitet und gegessen werden.
Aus der Knolle kann man Schnaps daraus machen :-)
58) Was ist eine Wildwiese?
- Eine mit Klee, Kräutern und verschiedenen Gräsern wie, z.B. Deutsches Weidelgras, bepflanzte Fläche.
- Dient dem Wild als Äsung.
- Sollte nur einmal im Jahr gemäht werden.
- Das daraus gewonnene Heu dient als Raufutter.
59) Was ist Weidelgras?
Das Deutsche Weidelgras ist eine robuste Pflanzenart aus der Familie der Süßgräser.
Es ist ein sowohl in der Weiden- als auch in der Wiesennutzung ertragreiches und weitgehend unempfindliches Gras, das nahezu in jeder Art von Grünland Verwendung findet.
Es wird in zahlreichen Sorten im Handel angeboten.
( Alle Getreidesorten gehören zu den Süßgräßern)

  Weidelgras
60) Nennen Sie einige Funktionen des Waldes:
- Luftfilterung
- Lärmdämmung
- Erholungsraum
- Holzlieferant
- Regulierung des Wasserhaushaltes
- Lebensraum für Pflanzen und Tiere
- Klimastabilisierung
- Schutz vor Lawinen
- Steinschlägen und Bodenerosion.
61) Wieviel Prozent der Fläche Bayerns ist bewaldet?
1/3 der Fläche Bayerns ist bewaldet. Davon sind 50 % in Privatbesitz.
62) Nennen Sie einige Getreidearten:
63) Samen bestimmen:
 
Gerste
- eine Seite spitz
- eine Seite abgeflacht
- sehr hell
  Kleesamen
- kleinster Samen
- sehr kleine Kügelchen
- können unterschiedliche Farben haben
Weizen
- wie kleine Kaffeebohnen mit Schlitz
- hell
  Erbsen
Roggen
- fahlgrau
  Blatterbse / Kichererbse
Hafer
- beide Seiten spitz
- mit vielen Schalen
  Grassamen
Mais
- gelb
- rund 0,7 cm
- Wird als letztes geerntet
  Senf
-kleine gelbe Kügelchen
Raps
-kleine schwarze Kügelchen

Sommenraps
wird früh ausgesät
(März/April) und im August geerntet.

Winterraps
wird im August ausgesät und
im Juli / August des Folgejahres geerntet

Er wird geerntet, wenn die Schoten sich braun
gefärbt haben und die Rapskörner schwarz
geworden sind
.
.. Sonnenblumenkerne
64) Welche Arten von Waldverjüngung gibt es?

Naturverjüngung:
- Anflug: von flugfähigen Samen
- Aufschlag: Runterfallen von Samen
- Hähersaat: Eichel- oder Tannenhäher verfrachten die Saat (Eicheln, Bucheckern,..)
- Stockausschlag: bei einigen Laubbäumen bei der Naturverjüngung
Bei einer Naturverjüngung entsteht weniger Verbiß als bei einer Kunstverjüngung.

Kunstverjüngung:
- Aus Saat: Samen wie Eicheln und Bucheckern
- Aus Pflanzungen: die Pflanzen werden vorgezogen und angepflanzt
- Ist die teuerste und aufwendigste Art der Verjüngung.
Verbißgefahr durch die im Dünger enthaltenen Mineralien! Da schmecken die jungen Triebe besonders gut.
65) Was versteht man unter Entmischung?
Bei einer Mischwaldaufforstung werden bevorzugt die Laubholzarten verbissen.
So bleiben die Nadelholzarten wieder unter sich, und werden zur Monokultur.
66) Warum ist die Eibe so selten?
An der Eibe ist - außer dem roten Fruchtfleisch der Früchte - alles giftig.
Da im Zusammenhang mit der Waldweide beim Hausrind Vergiftungen auftraten, wurden die Eiben von den Landwirten entfernt.


Eibe mit Früchten

67) Nennen Sie die Altersstufen des Waldes.

Jungwuchs: Anpflanzung oder Naturverjüngung
Dickung: Wenn sich die Äste der Pflanzen berühren wird aus dem Jungwuchs eine Dickung
Stangenholz: Brusthöhendurchmesser kleiner 15 cm
Baumholz: Brusthöhendurchmesser größer 15 cm
Altholz: Erntereifes Holz
68) Was versteht man unter Umtriebszeit?
Zeit von der Pflanzung bis zur Ernte.
69) Wie lange ist die Umtriebszeit bei folgenden Bäumen?
Fichte: 70 - 100 Jahre
Buche: 150 - 250 Jahre
Eiche: 250 - 300 Jahre
70) Welche Schlagformen (Verjüngungsformen) kennen Sie?
Als Betriebsformen unterscheidet man den "Schlagweisen Hochwald" und den Plenterwald.

Schlagweiser Hochwald:

Kahlschlag:
Der gesamte Bestand wird auf einmal geschlagen

Femelschlag:
Unregelmäßige Schirm- und Löcherhiebe auf ganzer Fläche.
Die dadurch erzeugten Lücken mit höherem Lichteinfall verbessern die Wuchsbedingungen für die Verjüngung.
Dadurch wird eine ungleichalte und ungleichwüchsige Naturverjüngung erreicht.
Die Jungwuchsflächen werden Im Lauf der Jahre Immer weiter ausgedehnt, bis der ganze Bestand verjüngt ist.
Bedingt durch die allmähliche Ausdehnung zeigen die Jungwüchse Im Femelschlagwald eine charakteristische Kegelform.
Femelschlag

Schirmschlag:
Im Altbestand wird das Kronendach (Schirm) in mehreren Hieben, je nach Lichtbedarf der nachwachsenden Verjüngung,
aufgelockert und schließlich völlig geräumt.
Die gleichförmige Schlagordnung bewirkt ein gleichmäßiges Höhenwachstum der Jungpflanzen.
Die letzten Altbäume werden erst gefällt, wenn der Jungwuchs sicher aufgekommen ist.
Schirmschlag

Saumschlag:
Der Bestand wird am Rand des Altholzes in einem unterschiedlich breiten Streifen geschlagen.
Der Saumschlag eignet sich für die Verjüngung von lichtbedürftigen Baumarten.
Der Rand des Altholzes wird in regelmäßigen Zeitabständen zurückversetzt,
wodurch streifenförmige Jungwuchsflächen frei werden. Das ist eine weitverbreitete Betriebsart.

Plenterhieb:
Einzelstammnutzung verschiedenen Alters. Schlagreife alte Bäume werden über den ganzen Wald verteilt einzeln entnommen.
In den entstandenen Lücken können jüngere Bäume nachwachsen und in die Oberschicht des Waldes hineinzuwachsen.
Dadurch sind verschiedene Bäume aller Altersstufen auf kleinster Fläche zu finden.
Die Plenterung ist charakterisiert durch häufige, aber schwache Eingriffe. Im Plenterwald findet man auf kleiner Fläche Bäume aller Altersstufen.
Für diese Betriebsart kommen nur Baumarten in Frage, die Schatten ertragen und unter dem Schirm der Mutterbäume aufwachsen können.
Die Hauptbaumarten des Plenterwaldes sind deshalb Weißtanne, Fichte und Buche.
Plenterwald
71) Welche unterschiedlichen Wurzelarten gibt es?

Pfahlwurzler:
Pfahlwurzler sind weniger von Windwürfen betroffen.
Sie zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Hauptwurzel sehr stark ausgeprägt ist. Diese ragt tief in den Boden hinein.
So versucht die Pflanze einen Zugang zu Wasser und Nährstoffen in den unteren Bodenschichten zu erlangen.
Bekannte Pfahlwurzler aus unseren Breiten ist z. B. die Kiefer.

Pfahlwurzel z.B.: Kiefer

Herzwurzler:
An ihrem Wurzelstock werden mehrere, unterschiedlich starke Wurzeln ausgebildet.
Herzwurzler sind z.B Buche, Birken, Lärchen und Linden.

Herzwurzel z.B.: Buche, Birke, Lärche

Flachwurzler:
Flachwurzler sind stark von Windwürfen betroffen. Sie breiten ihre Wurzeln tellerförmig in den oberen Bodenschichten aus. Zu ihnen gehören Fichten und Weiden.
Bei auf geeigneten Gesteinen können Flachwurzler oftmals ein gutes Wurzelsystem entwickeln und an ganze Gesteinsbrocken anwachsen.
Sie sind dann in der Regel sehr standfest.

Flachwurzel z.B.: Fichte
72) Wichtige Begriffe:
 
Prossholz Astabschnitte von Obstbäumen. Gut für Hasen
Lichtbaum Braucht mehr Licht zum Wachsen als andere Bäume.
Lichtbaumarten Erlen, Eschen, Lärchen, Pappeln, Kiefern, Weiden und Birken.
Schattenbaum Braucht weniger Licht als andere Bäume.
Schattenbaumarten Buchen, Eiben, Linden und Tannen
Pionierbaum Die ersten Bäume die wieder auf einer freien Fläche wachsen.
Pionierbaumarten Birke, Kiefer, Erle, Salweide, Eberesche, Lärche und Espe
Mastbaum Liefert Futter fürs Wild. Das sind Eiche, Kastanie, Buche, Wildobst
Hauptholzarten Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche, Rotbuche, Eiche, Bergahorn, Erle
Nebenholzarten Bergkiefer, Schwarzkiefer; Zirbe, Hainbuche, Spitzahorn, Feldahorn, Ulme, Pappel, Birke
Ausländische Bäume Douglasie, Weymouthkiefer, Küstentanne, Roteiche, Akazie
Natürliche Verjüngung Überwiegend Fichte, Buche und Eiche
Stockausschlag Hainbuche, Eiche, Edelkastanie und die meisten Büsche
Vermehrung durch Stecklinge Baumweide und Pappel.
Flugfähige Samen Ahorn, Birke, Fichte, Kiefer
Hauptbaumarten Laubhölzer Buche, Eiche, Ahorn, Esche, Erle, Pappel
Hauptbaumarten Nadelhölzer Fichte, Tanne, Douglasie, Kiefer, Lärche
Schnellstes Jugendwachstum Lärche
Langsamstes Jugendwachstum Weißtanne
Schnell wachsender Baum Pappel
Anspruchslos Sandbirke, Kiefer
Hauptwaldtypen Nadelwald, Laubwald, Mischwald, Auwald
Bergmischwald typisch Buche, Fichte, Tanne, Ahorn
Auwälder Schwarzerle, Pappel, Esche, Silberweide
Weichholz Baumweide, Aspe
Vermehrter Verbiß Tanne, Fichte, Eiche, Buche
Geringer Verbiß Schwarzerle, Birke
Von Rotfäule durch schälen nicht betroffen Kiefer
Fast immer verfegt Fichte, Lärche
Gut zum Hochsitzbau Fichte (wird langsamer morsch, als andere Bäume), Lärche (teuer)
Herzwurzel Buche, Lärche, Douglasie, Ahorn
Flachwurzel Fichte
Pfahlwurzel Kiefer, Eiche, Tanne
Welcher Baum ersetzt die Weißtanne zusehends Douglasie
73)
Baumbeschreibungen:
 
Fichte:

Sticht wenn man Zweig mit der Hand umschließt.

Lange Zapfen nach unten hängend

Zapfen fallen ab.

Flachwurzler, daher sturmgefährdet.

Fichtennadeln sitzen auf kleinen verholzten Stielen
(Tannennadeln sitzen direkt auf dem Zweig)

 

Fichtenborke

Fichtenzweige

Fichtennadeln sitzen auf kleinen verholzten Stielen
 
 
Weißtanne:

Stechen nicht, wenn man den Zweig mit der Hand umschließt.


Stacheln haben an der Unterseite zwei weiße Streifen

Zapfen stehen nach oben.

Zapfen fallen nicht ab.

 


Tannennadeln sitzen direkt auf dem Zweig

Tannenzapfen wachsen senkrecht

Tannenzapfen fallen nicht ab, sondern zerfallen am Ast.
Lärche:
Die Nadeln wachsen in kleinen Büscheln.
Im Winter fallen die Nadeln ab.
Die Zapfen fallen als ganzes ab.


Lärche Anfang Mai

Lärche im August
Kiefer:

- lange, spitze Nadeln

- immer zwei Nadeln paarweise angeordnet

- auf sandigen, anspruchslosen Böden

- Pfahlwurzler, daher sehr sturmfest

- Stämme von älteren Waldkiefern sind deutlich zweifarbig
Rinde im unteren Teil braun-grau im oberen Teil fuchsrot
[Spiegelrinde / Spiegelborke]

- einhäusig getrenntgeschlechtig,
haben also männliche und weibliche Zapfen an einem Baum

- Samen nur in den weiblichen Zapfen

Borke unten

Borke oben

Borke unter grau-braun, oben glatt und rotbraun

Paarig angeordnete Nadeln
 

Ein junger Kiefernzapfen.
 
Weymouthkiefer:
hat lange, spitze Nadeln
5 Nadeln als Büschel angeordnet
Pfahlwurzler
daher sehr sturmfest
sandige, anspruchslose Böden
   
Bergkiefer:
- spitze Nadeln an kurzen Trieben.
- Imme 2 Nadeln, paarweise.
- einhäusig getrenntgeschlechtig, d.h. es kommen männliche und weibliche Zapfen auf einer Pflanze vor.
-  wachsen auch auf Hängen, auf denen häufig Lawinen abgehen.
- flach wurzelnd, stark verzweigt

Bergkiefer mit männlichen Zapfen

Bergkiefer mit männlichen Zapfen
 
Bergkiefer mit weiblichen Zapfen
 
Douglasie:

ähnlich Weißtanne
weiche Nadeln
an der Unterseite KEINE weißen Streifen
schnellwüchsig
wird daher viel angebaut
Harzbeulen an der Rinde
 
Buche:

Blatt eiförmig
Blattoberseite ist glänzend
Rand ist wellig und bewimpert.
Der Rand fühlt sich weich an.
Bucheckern
Mastbaum

Nicht die Hainbuche mit der Buche verwechseln!
Hainbuchenblatt hat einen doppelt gesägten Rand.
Die Blattoberfläche ist faltig.


 
 
  Buchenborke

Buchenblätter

Bucheckern die im Dezember noch am Baum hängen

Bucheckern im Dezember am Boden.
Schwarzwild kann Buchenwälder tief und flächig umgraben, um an die Früchte zu kommen.

Buchenblätter mit welligen Rand und Wimpern.
Birke:
Pionierbaum
anspruchslose Böden
Lichtbaum
 
Eiche:
Eicheln
Mastbaum

 
 
Eichenborke

Blütenstände einer Eiche
 
Eicheln am Baum

Eichenlaub
Hainbuche:
ist KEINE Buche!

Blatt:
eiförmig
doppelt gesägter Rand
scharf gefaltet
matt

Verliert seine Blätter größten Teils erst im Frühjahr.
Treibt aus abgesägten Ästen und Stämmen immer wieder neu durch.

Männliche und weibliche Blütenstände sehen wie langgestreckte Kätzchen aus.
Früchte sitzen auf großen dreilappigen Blättern.
Die Blätter dienen als Segel, mit denen die Samen um die Samen weiter zu verbreiten.

Werden sie gern für Hecken benutzt, da sie auch im Winter blickdicht sind, und stark beschnitten werden können.
 
Doppelt gesägtes Blatt der Hainbuche

Blüten der Hainbuche

Samenstände der Hainbuche
 

Die Hainbuche verliert ihre Blätter erst im Frühjahr.

Samen der Hainbuche im Dezember.
Ahorn - Bergahorn:
Blatt ist eingerissen
 
Ahorn - Spitzahorn:
Blatt ist nicht eingerissen
 
Ahorn - Feldahorn:
ist mehr ein Strauch mit kleinen Ahornblättern
 
Esche:

- gefiederte Blätter, nicht mit der Eberesche verwechseln!
- feuchte, auch zeitweise trockene Standorte,
gerne in Auwäldern
- hohen Holzqualität, zählt daher zu den Edellaubhölzern
- Borke junger Bäume grünlich bis glänzend grau
- Borke alter Bäume >15 Jahre verkorkt
- Schwarze Knospen

Verkorkung der Borke an einem altem Stamm

Die markanten schwarzen Knospen der Esche

Eschenblüten
 
 
Erle:

- feuchte, nährstoffreiche Böden an Gewässerränden oder Feuchtgebieten
- Erlenbruch
- Blatt eiförmig, leicht glänzend und ungleich gesägt
- an der Spitze wie abgeschnitten
- Oberseite dunkelgrün
- Unterseite hellgrün

Erlenfrüchte und Kätzchen im Dezember
Eberesche, Vogelbeere:
- gefiederte Blätter
- Frucht orange Beeren
- dienen Vögeln im Winter als Nahrung
 
Eberesche im November
 
Vogelkirsche:
Blätter elliptisch
doppelt gesägt
an Unterseite weich behaart
Stammbaum aller kultivierten Süßkirschen
 
Salweide:
Strauch
auch kleiner bis mittelgroßer Baum
Blätter wechselständig mit kurzer zurückgezogener Spitze
   
Hasel:

Blätter rundlich
Mit herzförmigem Grund und kurzer Spitze
Doppelt gesägte Blätter

Der erste blühende Laubbaum des Jahres
Blütezeit Februar bis März
Die Blüten erscheinen vor dem Laubaustrieb

 

Haselbaum Blatt

Haselbaum und Früchte
Haselblüten im  Februar  
     


 

73a) Was versteht man unter einem Bruchwald?

Als Bruchwald (Bruch für sumpfiges Gebiet) wird ein permanent nasser, gelegentlich auch überstauter, sumpfiger Wald bezeichnet.
Dadurch unterscheidet sich der sich der Bruchwald von Auenwäldern, die regelmäßig von angrenzenden Fließgewässern überflutet werden.

Bruchwald = permanent nass und sumpfig
Auwald = regelmäßig überschwemmt

Erlen fühlen sich in so einer Umbebung besonders wohl.
In nährstoffarmen Gebieten können sich auch Birken und Kiefern ansiedeln, und die Erle verdrängen.

 Erlenbruch

74) Eulen:
- stehen unter Naturschutz
- sind Nachtaktiv
- brüten 1x im Jahr und legen im März zwischen 3 und 5 Eier, der Uhu im Februar
- Unterschiedliche Entwicklungsstufen der Brut, weil die Eier nacheinander gelegt werden
- leben fast alle monogam
- haben keinen Kropf, dadurch keine große Nahrungsaufnahme, was zur Vorratshaltung führt.
- Gewölle mit kleinen Knochen der Beutetiere; bei Jungvögeln nicht, da diese die Knochen zum eigenen Knochenaufbau mit verdauen.
- habe die Augen vorne
- können ihren Augapfel nicht bewegen, aber ihren Kopf um bis zu 270° drehen
- haben Federohren, dadurch besseren Schallempfang
- haben Tastborsten am Schnabel
 
Uhu
Ist die größte Eulenart (lange Federohren)
Waldohreule
auffallende Federohren
Waldkauz
dunkle Augen
Sperlingskauz
kleinster Kauz
Schleiereule
Brütet  in Türmen und alten Dachböden.
Legt Ihre Eier direkt auf den Boden.
Frisst nur Mäuse.
Sumpfohreule




 

75) Einheimische Vögel:
 
Meisen
Sind Höhlenbrüter

Fichtenkreuzschnabel

Brütet sehr früh,
da Nahrungsangebot dann schon vorhanden ist.

Neuntöter oder Rotrückenwürger

Spießt seine Beute auf Dornen und Stacheldraht auf.

Raubwürger

Baut Nester in Astgabeln.
Klemmt Beute in die Astgabeln ein.

Kleiber

Ernährt sich von Insekten.
Läuft den Baum rauf und runter.
Brütet in Baumhöhlen verklebt das Eingangsloch
bis es gerade noch für ihn paßt.

Gartenbaumläufer

Läuft den Baum rauf und fliegt runter.

Gartenrotschwanz


Rauchschwalbe -links und das Foto unten.
baut Nester im Gebäudeinneren (Ställe)

Mehlschwalbe (Hausschwalbe)
-Zeichnung Mitte,  baut Nester am Gebäude, aber auch außerhalb des Gebäudes
Rauchschwalbe (in meiner Wohnung)
 
76) Klett Pflanzentafel 1 und 2
Die "Handstraußregelung" gilt nicht für besonders geschützte Pflanzen.

 
Seidelbast:
Wächst im Wald
Blüht früh
Ist besonders geschützt
giftig

Der Verzehr von zehn Beeren kann für Kinder tödlich sein.
Manche Vögel, zum Beispiel Drosseln, sind gegen das
giftige Fruchtfleisch immun und scheiden die Steinkerne wieder aus.
Sie tragen dadurch zur Verbreitung des Seidelbast bei.
 
Türkenbund:
Blüte rot wie "Turban"
Wird gerne von Rehen verbissen
Silberdistel:
Trocken und Magerrasen
Ist besonders geschützt
Früher wurde der Blütenboden, wie bei einer Artischocke gegessen.
Almhirten nannten sie deshalb "Jägerbrot".
Maiglöckchen:
- halbschattige Standorte

- trockene bis halb feuchte Gebiete
- Buchen und Eichenwälder
- alle Pflanzenteile sind giftig, besonders aber Blüten und Früchte.
- ist leicht mit Bärlauch zu verwechseln
Trollblume:
Nur in Feuchtgebieten
Schachbrettblume:
Liliengewächs
Nur in Feuchtgebieten.
Gelbe Teichrose:
"Seerose"
Frauenschuh:
Orchideenart
Besonders geschützt
(alle Ragwurzenarten sind Orchideen)
Moorlilie: Auch "Beinbrech" genannt.
Besonders geschützt.

Braucht saure, torfige Moorböden und hohe Luftfeuchtigkeit.
Die Moorlilie findet sich nur noch in kleinen Populationen.
77) Sonstige aufliegende Vögel:
 
Wiedehopf:
Baut Nesthöhlen.
Nimmt aber auch fremde Höhlen an.
Nimmt Nisthilfen an.
Kann seine Kopffedern aufstellen.
Lebt in Weidelandschaften.
Holt seine Nahrung aus Kuhfladen.
Kuckuck:
Nestschmarotzer
Legt bis zu 9 Eier
Legt jeden Tag ein Ei in ein anderes Nest,
in dem schon andere Eier liegen.
Der Jungkuckuck schiebt nach dem Schlüpfen
andere Jungvögel aus dem Nest.
Ist nach ca. drei Wochen flügge
Wird nach dem flügge werden, noch weitere
drei Wochen von den Wirtseltern versorgt
Eisvogel:
Brütet in Erdhöhlen an Steilufern.
Baut seine Bruthöhle ~ 1m in das Erdreich hinein.
Legt die Eier am Ende der Höhle direkt auf den Boden.
Ansitzjäger
Rüttelt oft über den Wasser
Nahrung sind Fische, Larven, kleine Wassertiere
Wasseramsel:
Baut kugeliges Nest in Nischen und Höhlen an Ufern
von Wasserläufen aber auch unter Brücken.
Taucht bis zu 6 Meter tief um Nahrung zu fangen.
Bewegt sich mit Ruderbewegungen der Flügel im Wasser fort.
Braucht fließendes Frischwasser.
Kiebitz:
Bodenbrüter
Zugvogel
Ist der erste Zugvogel der zurückkommt.
Bewohnt offene feuchte Gelände
Verleitungsflug bei Gefahr für die Jungen.
Specht:
Baumhöhlenbrüter
Bevorzugt Laubbäume.
Hat eine lange, klebrige Zunge.
78) Was kann man zur Biotopverbesserung für Schlangen tun?
- Lebensräume erhalten, Moore, Heide,..
- Komposthaufen im Garten oder Laub und Reisighaufen errichten für die Eiablage
- Steinhaufen errichten
79) Was sind Reptilien?
- Wechselwarme Kriechtiere, deren Körpertemperatur von der Umgebungstemperatur abhängig ist.
- Sie brauchen für ihre Entwicklung wenig bis gar kein Wasser.
- Vertreter sind die Schlangen, Echsen, Schildkröten
80) Was sind Amphibien?
- Wechselwarme Kriechtiere deren Körpertemperatur ist abhängig von der Umgebungstemperatur ist.
- Sie leben auf im Wasser und auf dem Land.
- Vertreten sind Molche, Salamander, Frösche, Kröten..
81) Was zeichnet Insekten aus?
- 3-gliedrige Körper, 6 Beine.
- Vertreter sind rote Waldameise und Hirschkäfer
- Hirschkäfer leben in alten Eichenhöhlen - sind besonders geschützt.
82) Woran erkenne ich Spinnen?
- 8 Beine, Kopf und Rumpf zusammengewachsen
- Kreuzspinnen sind besonders geschützt.
83) Welche Vögel sind besonders geschützt?
 
Fischadler
Rohrdommel
Großtrappe
Schwarzspecht
Kranich
Blaukehlchen
84) Geschützte Tiere
 
Haselmaus:
ist eine Bilchart, verwandt mit dem Siebenschläfer, der als Präparat vorliegt.
Bilche sind muntere, agile Tiere. Von Frühherbst bis ~ Mai / Juni halten sie
einen Winterschlaf (Bilchlage = eingerollt, um Energie zu sparen).
Bis zu zwei Würfe im Jahr mit 7-8 Jungen.

Allgemein:
Die Bilche, auch Schläfer oder Schlafmäuse genannt, sind eine Familie der Nagetiere.
Es handelt sich bei den Bilchen um äußerlich hörnchenähnliche Tiere mit einer
Kopfrumpflänge zwischen 6 und 19 cm und einer Schwanzlänge zwischen 4 und 16 cm.
Ein Kennzeichen ist der auffällig lange und buschige Schwanz (Ausnahme: Mausschläfer).
Die Augen sind sehr groß, die Ohren klein und rund.
Siebenschläfer:
- sind die größten europäischen Bilche.
- Gesamtlänge von 30 cm
- Ihr Fell ist oben grau unten weiß.
- langer buschigen Schwanz
- leben auf Bäumen
- bauen ihre Sommernester, Kobel genannt, aus Pflanzen und Moos in Baumlöchern
- Das Winternest ist näher am Boden in hohlen Bäumen oder in verlassenen Kaninchenbauen
- ernähren sich von Nüssen, Samen, Beeren und Vogeleiern.
- Den Namen verdanken sie dem von Oktober bis Mai ausgedehnten Winterschlaf.
- Im Frühsommer bringen sie 2 bis 6 Junge zur Welt.
Feldhamster

- Körnerfrüchte, Klee, Kartoffeln, Rüben und Mais
- bis zu fünf Kilogramm Körnervorrat in seiner Vorratskammer
- nachtaktiv, territorial, Einzelgänger
- Gewicht zwischen 200 und 650 Gramm
- bis zu 1m tiefe verzweigte Erdbaue
Kreuzotter:
bevorzugt trockene Gebiete
dunkles ZickZack-Band auf grauer Grundfarbe
einzige giftige Schlange in Deutschland
gebärt lebend
Ringelnatter:
feuchte Gebiete oder Gewässer mit viel Vegetation
schwimmt und taucht sehr gut
ist tagaktiv
beginnt Morgens mit einem Sonnenbad
Bei Störungen flüchtet sie unter Steinhaufen, dichte
Böschungen oder Wurzelwerk.
Äskulapnatter:
größte Schlange in Deutschland
ungiftig
lebt an trockenen, warmen Flußhängen
Schlingnatter:
wird häufig mit Kreuzotter verwechselt
sie umschlingt ihre Beute, daher ihr Name
gebärt lebend
Blindschleiche:
Ist eine Echse und keine Schlange!
lebt in Feuchtgebieten und Wäldern
versteckt sich unter Komposthaufen
man sie sie oft nur früh morgens und abends beim Sonnenbaden.
gebärt lebend
Berg- und Wieseneidechse:
kleinste Eidechse
gebärt lebend
Europäische Sumpfschildkröte:
Amphibie
stehende oder langsam fließende Gewässer mit ausreichend Pflanzenwuchs
Sonnen sich auf Steinen und Holzstücken im Wasser.
Alpensalamander:
- Amphibie, lebt also außerhalb vom Wasser
- feuchte Laubmischwälder und Almwiesen
- bis 15 cm lang
- nachtaktiv
- Nahrung sind Insekten, Schnecken, Larve, Regenwürmer
- lange Winterstarre in unterirdischen Verstecken
- lebendgebärenden
85) Wenn man die Pflanzentafel / Tiertafel / Vogeltafel betrachtet, auf welcher Ebene des Naturschutzes befindet man sich dann?
Auf der Ebene des Artenschutzes.
86) Auf welcher Ebene des Naturschutzes befindet man sich, wenn über den Lebensraum der Tierarten spricht?
Auf der Ebene des Biotopschutzes (13d-Flächen sind schützenswerte Biotope).
87) Auf welcher Ebene des Biotopschutzes befindet man sich, wenn man zu Biotop noch die gesamte Umgebung mit einbezieht?
Auf der Ebene des Landschaftsschutzes.
88) Auf welcher übergeordneten Ebene die Naturschutzes befindet man sich, wenn man dazu noch das Klima mit einbezieht?
Auf der Ebene des Umweltschutzes.
89) Gibt es noch andere Schutzarten? Welche Flächen kennen Sie?
Landschaftsschutzgebiete: Das allgemeine Landschaftsbild soll erhalten bleiben

Naturschutzgebiete: höchster Schutz
Ein Naturschutzgebiet ist ein streng geschütztes Gebiet zur Erhaltung von Ökosystemen.
Dies beinhaltet den Schutz von Pflanzen- wie auch von Tierarten.
Als Naturschutzgebiete können Flächen auch ausgewiesen werden, wenn sie aus wissenschaftlichen oder naturgeschichtlichen Gründen,
sowie wegen ihrer Seltenheit oder besonderen Schönheit schützenswert sind.
Dies können unter anderem Biotope wie Moorlandschaften, Heideflächen, Gebirgslandschaften oder Wälder sein.
In Naturschutzgebieten ist die landwirtschaftliche Nutzung, das Betreten von Wegen abseits von öffentlich
gekennzeichneten wie auch das Entfachen von Feuer meistens untersagt.

Nationalpark (ab 10.000 ha). Ist ein Gebiet das wirtschaftlich nicht genutzt wird und durch vor schädlichen menschlichen
Eingriffen und vor Umweltverschmutzung geschützt wird.

Naturpark (ab 20.000 ha). Ist ein geschützter, durch langfristiges Einwirken, Nutzen und Bewirtschaften entstandener Landschaftsraum.
Diese Kulturlandschaft soll in ihrer heutigen Form bewahrt und gleichzeitig touristisch vermarktet werden.

Objektschutz: Naturdenkmal (höchstens 5 ha) Kann in Baum, eine Felsformation,… sein.
90) Was ist die Biozönose?
Die Gemeinsamkeit aller Pflanzen und Tiere, die in einem Gebiet leben.
91) Was ist Biosphäre?
Die Gemeinschaft allen vom Leben erfüllten Raumes auf der Erdkugel.
92) Was ist Ökologie?
Wissenschaft von allen Beziehungen der Lebewesen zu ihrer belebten und unbelebten Umwelt.
93) Was ist ein Ökosystem?
Lebensraumtypen mit allen belebten und unbelebten Inventar (Temperatur, PH-Wert des Wassers,…)
94) Was ist ein Biotop?
Der Lebensraum, den eine Gemeinschaft aus Tieren und Pflanzen bewohnt.
Schützenswerte Biotope = 13d-Flächen
95) Was ist eine Biotopvernetzung?
Durch Kulturlandschaften werden Biotope durchtrennt. Durch "Trittsteinbiotope" werden die einzelnen Biotope wieder miteinander vernetzt so,
daß ein Austausch untereinander d.h. Ein- und Auswanderungen, stattfinden kann.
Das kann für das Überleben einer Art durchaus wichtig sein.
96) Was ist das Washingtoner Artenschutzabkommen (WA)?
=CITES (Convention on International Trade in Endangered Species)
Genehmigung zur Ein- und Ausfuhr bestimmter dem WA unterliegenden Arten.
Zur Zeit sind das etwa 8.000 Tierarten, wie z.B. Papageien, Großkatzen und etwa 40.000 Pflanzenarten.
97) Was ist die FFH Richtlinie?
Das ist die Flora-Fauna-Habitat Richtlinie zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tier- und Pflanzenarten.
Festlegung natürlicher Lebensraumtypen, deren Erhaltung um ihrer selbst Willen und nicht nur wegen der dort vorkommenden Tier und
Pflanzenarten - im Gegensatz zu anderen internationalen Naturschutzabkommen.
98) Welche Verbote im Bereich Naturschutz kennen Sie?
- Es ist verboten Rohr- und Schilfbestände zu beseitigen
- Es ist verboten, im Außenbereich in der Zeit vom 1. März bis 30. September Hecken und Gebüsche zu roden,
  abzubrennen, abzuschneiden oder auf sonstige Weise zu beseitigen.
- Es ist verboten, die Bodendecke auf Wiesen, Feldreinen, ungenutztem Gelände abzubrennen.
- Es ist in der Zeit vom 1. März bis zum 31. Oktober verboten im Wald zu rauchen. Das gilt nicht für Waldbesitzer, Waldarbeiter, Jagdausübungsberechtigte.
99) Was ist die Handstraußregelung?
- Das Pflücken eines Handstraußes auf offenen Wiesen und Feldern ist im Rahmen des Gemeingebrauches erlaubt.
- Ausgenommen sind nur besonders geschützte Arten.
- Dieses gilt auch für das Sammeln von Waldfrüchten und Pilzen.
100) Welche Naturschutzabkommen kennen Sie?
FFH: Flora- Fauna Habitat

WA: Washingtoner Artenschutzabkommen (WA)

EG-Vogelschutzrichtlinie: Richtlinie über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten.
Einrichtung von Schutzgebieten
Pflege und ökologische Gestaltung der Lebensräume
Wiederherstellung und Neuschaffung von Lebensstätten
Regelung des Besitzes und der Vermarktung von Vogelarten

Ramsar Konvention: Konvention zum Schutz von Feuchtgebieten als Lebensraum für Wasser- und Watvögeln.
Wie z.B. die Speichersee in Ismaning

Bundesartenschutzgesetz: Bestimmt welche Tier und Pflanzenarten unter den besonderen Schutz fallen.
Die Tier- und Pflanzenarten untergliedern sich in besonders geschützte Arten und streng geschützte Arten (vom Aussterben bedroht).
Alle heimischen Tierarten sind besonders geschützt, soweit sie nicht dem Jagd- und Fischereirecht unterliegen.

Bonner Konvention: Übereinkommen zur Erhaltung wandernder wildlebender Tierarten.

Alpen Konvention: Ist ein völkerrechtlicher Vertrag über den umfassenden Schutz und die nachhaltige Entwicklung der Alpen.
Sitz des Ständigen Sekretariats der Konvention ist Innsbruck. Die Alpenkonferenz ist die regelmäßige Versammlung der Vertragsparteien.
101) Welche Naturschutzprogramme kennen Sie?

Wiesenbrüterprogramm: Erst im Juli mähen. -> Schutz von Brachvogel, Bekassine, Kiebitz

Ackerrandstreifenprogramm: eine Maschinenbreite nicht düngen und spritzen. -> Schutz von Rebhuhn

Uferrandstreifenprogramm: 4m breit, nur 1x jährlich mähen -> Schutz von allen Wasservögeln

Stoppelbrachprogramm: Stoppelfelder erst im Frühjahr umackern. -> Schutz von Rebhuhn, Hase,..
102)  Nachtrag:

- Die Brombeere hat große, massive Stacheln – so wie eine Rose

- Die Himbeere hat ganz feine Stacheln.

- Weiden werden bevorzugt von Rotwild geschält.

- Terminaltriebverbiss: Die Knospen werden verbissen.

- Wird der Terminaltrieb abgebissen, bildet sich ein Zwiesel bzw. Doppelspitze.

- Hege: 1. Mit Futtersack, 2. Mit Büchse.

- Remiesen: Rückzugsgebiete oder Schutzinseln. Das sind Büsche auf freien Feld, ..

- Rehwildfütterung: in der Nähe der Einstände, Hell und ruhig. Etwa eine Lichtung.

- Salzlecke nicht an die Fütterung stellen. Sonst fangen die Kitze daran unkontrolliert zu lecken an.

- Winterfütterung für Rotwild: Saftfutter, Trester;..

- Rebhuhn: Naßfutter wie Rüben und Kartoffeln.

- Salzleckentypen: Stocksulze (auf Baumstumpf), Lehmsulze (Loch in dem Salz und Lehm schichtweise aufeinander geschüttet wird), Stangensulze (auf einem Baum, Stock,..)

- Kälberstall: Es werden durch ein Gatter nur die kleinen Tiere durchgelassen.

- In das Wintergatter wird das Rotwild reingefüttert.

- Aus Eibenholz wurden Bögen gemacht.

- Roggenkörner schauen „Fahlgrau“ aus.

- Douglasie ersetzt zusehends die Fichte.

- Wurzeltypen: Tanne=Pfahlwurzel, Buche=Herzwurzel, Fichte=Flachwurzel.

- Fichte ist empfindlich für Rotfäule. Rotfäule ist in Pilz im Inneren des Stammes.

- Fichte verträgt keine Trockenheit. Nach 4 Wochen ist sie ausgetrocknet und gut brennbar. Nach 8 Wochen ist sie tot.

- Weymouthskiefer hat Büschel aus jeweils 5 Nadeln.

- Waldkauz hat als einziger Kauz schwarze Augen.

- Schleiereule brütet in Dachstühlen, Scheunen auf dem Boden.

- Kreuzotter braucht trockenen, sandigen Boden.

- Äskulapnatter ist die größte Schlange in Deutschland.

- Ramsar Konvention: schützt Feuchtgebiete.
   
  (c) Jürgen Schilling 14.09.2016










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Steinklee, Sterndolde, Stiefmütterchen, Nieswurz, Stockrose, Storchschnabel, Strahlenaralie, Fingerkraut, Streifenfarn, Strelitzie, Strohblume, Studentenblume, Wolfsmilch, Sumpfdotterblume, Schwertlilie, Sumpfwurz, Ziest, Taubenkropf, Taubnessel, Teestrauch, Teichrose, Thymian, Tillandsie, Tollkirsche, Tomate, Topinambur, Tränendes-Herz, Traubenhyazinthe, Trichterwinde, Tripmadam, Tulpe, Tüpfelfarn, Türkenbundlilie, Usambaraveilchen, Vanilleblume, Veilchen, Fliegenfalle, Frauenspiegel, Verbene, Vergissmeinnicht, Vergissmeinnicht, Vergissmeinnicht, Vexiernelke, Vogel-Sternmiere, Wacholder, Wachtelweizen, Wachtelweizen, Walderdbeere, Waldhyazinthe, Waldmeister, Waldvögelein, Waldvögelein, Waldwicke, Waldziest, Walnuss, Wasserhahnenfuß, Wasserlinse, Wau, Wegerich, Wegrauke, Wegwarte, Weidenröschen, Weigelie, Weihnachtskaktus, Weihnachtsstern, Weinbergslauch, Weinraute, Weinrebe, Weißdorn, Weißwurz, Weißwurz, Weizen, Wermut, Wicke, Wiesen-Bocksbart, Wiesen-Kerbel, Wiesenklee, Wiesenknopf, 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